EUropäisch-FRAnziskanische Bildungs- und Begegnungstage

EUFRA 2015 in Altötting - einige "Einblicke" von Edelgard Gardt, OFS.

Zehn Tage lang waren 47 OFS Geschwister aus sechs europäischen Nationen zu Gast im Franziskushaus, in Altötting. "MIT FRANZISKUS UND KLARA AUF DEM WEG ZU EINEM NEUEN EUROPA" ist das Thema und bleibende Ziel dieser 10 Tage, die jährlich in einem anderen europäischen Land stattfinden. In Zusammenarbeit mit Elisabeth Fastenmeier und Klaus Schmidhuber vom OFS-Region Bayern, wurde diese Zeit vorbereitet und gestaltet. So hatten wir eine Führung in der längsten Burg der Welt - Burghausen; Bibelteilen; einen Besuch in der Behindertenwerkstatt "Rupertiwerkstätten" und bei den Schwestern der Congregatio Jesu; einen gemeinsamen bayerischen Abend und weitere gute Begegnungen. Wir besuchten u.a. das Geburtshaus von Papst Benedikt XVI. in Marktl, hatten einen Gottesdienst mit Bischof Lackner in Salzburg und anschließend eine schöne Begegnung mit ihm und den Franziskanern im dortigen Kloster.

In Altötting gab es eine Führung und mehrere Gottesdienste mit den Kapuzinern in den dortigen Kirchen und in der Gnadenkapelle. In diesem Jahr führte Pater Siegbert aus Altötting die Themen - Gesprächskreise - Danke dafür! Der Hl. Bruder Konrad, der im Kapuzinerkloster Altötting als Pförtner gewirkt hatte, stammte aus Parzam; auch dort haben wir einen Gottesdienst gefeiert. Dankbar sind wir besonders Pater Hermann-Josef, OFM-Cap für seine langjährige geistliche Begleitung in vielen EUFRA-Jahren!

Sehr erfreulich war für uns der Besuch der Nationalvorsteherin Mechthild Händler und der Stellvertreterin Elisabeth Heinrich. Wir erfuhren, dass EUFRA auch weiterhin vom Nationalvorstand unterstützt und gefördert wird. Über die Dauer von 10 Tagen wird immer wieder einmal miteinander nachgedacht - doch wegen der sehr weiten Wege und der nötigen Zeit für Austausch und Begegnung wäre eine kürzere EUFRA-Zeit kaum sinnvoll.

Vertreten waren 2015 die Nationen: Deutschland, Österreich, Polen, Slowakei, Ukraine, Frankreich und die Niederlande/Belgien. Wir bemühen uns stets um Kontakte in alle europäischen Länder und freuen uns über OFS Geschwister, die uns dabei unterstützen können! An dieser Stelle möchte ich Emilia Nogaj und ihren Mann Marek erwähnen, die sei vielen Jahren dabei sind - Emilia immer als Übersetzerin. Beide haben, zusammen mit ihren Regionen, EUFRA schon viele Male in Polen organisiert! Aus dem Bericht der 3 jungen Ukrainer/innen ging hervor, dass die Mühen um Kontakt und Unterstützung Frucht bringen. So haben die EUFRA Gründerinnen Margret Mertens, und Walburga Hack, zusammen mit Wilhelmina Visser-Pelsma (Belgien) , durch Briefe, Telefonate, Reisen in die Ukraine und die jährlichen EUFRA Treffen, offensichtlich eine Stärkung des OFS in der Ukraine bewirkt! Der OFS dort ist von damals 25 Personen auf 1395 Mitglieder in 2013 gewachsen. Gerne wollten die Ukrainer EUFRA einmal organisieren, doch die Lage dort hat uns derzeit davon Abstand nehmen lassen. Wilhelmina Visser - Pelsma ist kontinuierlich eine wichtige Unterstützerin, weil sie von Beginn an EUFRA mitgestaltet und international vertreten hat - und noch vertritt.

In den Workshops, dem Bibelteilen, den Gottesdiensten und Gesprächskreisen arbeiten die Geschwister über Sprach - und Ländergrenzen hinweg, eng zusammen und nehmen diese Erfahrungen mit in ihre Regionen. So ist in diesem Jahr z.B. in einem der Workshops ein EUFRA-Lied entstanden. Aus Anlass des Todes von Walburga Hack am 18.04.2015 wurde eine "kleine Rückblickzeitung" erstellt. Weiter gab es Rosenkranzknüpfen, es wurden Gottesdienste gestaltet und eine Erwachsenenfirmung gefeiert. Viele der neuen EUFRA Teilnehmenden haben rückgemeldet, wie tief und bereichernd sie die Zeit in Altötting erlebt haben.

Erholsam ist Eufra nicht! Dafür aber stärkend! Im Mittelpunkt stehen die tiefen Begegnungen und die Arbeit am geeinten Europa, im Geiste Jesu und unserer franziskanischen Ordensheiligen. Die "Bildungs- und Begegnungstage" enthalten natürlich Ausflüge und Führungen zu den Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Länder. Daher ist das Programm immer reichhaltig. Bereits die Kommunikation erfordert Achtsamkeit und Konzentration und so mancher Fußweg will bestanden sein. Trotzdem gibt es immer wieder Zeiten der Ruhe und die Möglichkeit zu Rückzug und Gespräch. In diesem Jahr stand uns sogar ein Schwimmbad kostenlos zur Verfügung. Die Organisatoren - derzeit Edgar und Sylvia Weber, Irene Arnold, Pater Hermann-Josef und Edelgard Gardt - tüfteln immer lange, bis das, was sich alle gewünscht hätten und das, was an Möglichkeiten da ist, zu einem machbaren und finanzierbaren Programm zusammengestellt ist. Die "EUFRA-Familie" - so fühlen sich viele langjährigen Geschwister - nimmt kleine Pannen gelassen. Mit einem Augenzwinkern sage ich: Etwas "Erholungsurlaub", im Anschluss an die EUFRA-Tage, ist durchaus zu empfehlen.

Die Mitte von EUFRA sind: das Kennenlernen der Kultur, der Mentalität, Spiritualität und auch der politischen Lage des jeweiligen Gastlandes. Wir wollen miteinander beten, reden, einander tiefer verstehen, miteinander feiern und so, innig in franziskanischer Geschwisterlichkeit, in Beziehung kommen. Das ist es, was EUFRA von Jahr zu Jahr weiterträgt und in die Länder hineinwirken lässt. Schon immer (seit 1978) war es leicht und gelungen, neue OFS-EUFRA-Geschwister mit hineinzunehmen. Ich selbst war einige Jahre "nur" Gast und bin durch EUFRA zum OFS gekommen - der Herr findet viele Wege uns zu (be)rufen!

Die Einladungen für 2016 werden voraussichtlich Anfang des Jahres kommen.

EUFRA wird 2016 im Haus St. Hyppolit, in St. Pölten - Österreich www.hiphaus.at, stattfinden:
Anreise, Samstag, den 23.07. 2016 - Abreise, Dienstag 02.08.2016

(Es ist aus vielen Gründen sehr wichtig, die gesamte Zeit dabei zu sein. Einige Bundesländer haben da schon Ferien, so dass auch Familien mitfahren können!)

       Pace e bene        Edelgard Gardt OFS        Kontakt: